
Berufsethik
Die Polizeiseelsorge ist in den berufsethischen Unterricht der Bayerischen Bereitschaftspolizei und der Hochschule für den Öffentlichen Dienst eingebunden durch regelmäßigen Unterricht und den Praktikumsnach-besprechungen während der Ausbildung.
In der Berufsethik sollen die Auszubildenden lernen, dass ihr Beruf eine ethische Verantwortung von ihnen verlangt. Sie stellen sich Fragen um die Anwendung von Macht und Gewalt, Befehl und Gehorsam, Verantwortung und Gewissen. Die Themen Sterben, Tod, Trauer, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Fragen des Selbstverständnisses der Polizei sind Bestandteile des Unterrichts.
Ziel ist es, dass sie lernen, jetzt und zukünftig, verantwortlich zu handeln und bewusst Entscheidungen treffen zu können. Sie sollen lernen über die verschiedensten Bereiche der polizeilichen Arbeit nachzudenken und ihr Bewusstsein für die Polizeiarbeit schärfen.
Die Menschen in der Polizei sind oft mit Extremsituationen konfrontiert. Beim Dienst in der Polizei handelt keiner als Privatperson. Alle müssen stets in der Lage sein, ihre Entscheidungen und ihr Handeln umfassend zu verantworten:
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vor der Bevölkerung, für deren Schutz und Freiheit sie eintreten,
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vor ihren Vorgesetzten oder vor Gericht oder in der Öffentlichkeit, vor sich und ihrem eigenen Gewissen.
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Im Rahmen ihrer Ausbildung sind die Auszubildenden mehrmals im Praktikum. Dem schließt sich eine Nachbesprechung an, die das Erlebte unter verschiedenen Blickwinkeln reflektieren soll. Voneinander zu lernen und sich der eigenen Berufung zu vergewissern, sind weitere Aspekte der Nachbesprechung.